Thüringer Wald Oktober 2006
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Wir haben noch einige Tage Zeit, am Dienstag ist der 3. Oktober, das Wetter scheint mitzumachen, so entschließen wir uns für eine Mehrtages Tour Richtung Thüringer Wald. Wir besitzen einen über Ebay ergatterten Hotelgutschein, so dass die Lage der Unterkunft schon feststeht. Unser Ziel ist Rauenstein. 1. Tag Direkt hinter der Autobahn wird es landschaftlich auch sehr schön. Wir suchen uns auf der Karte nur die kleinen Sträßchen aus, welche sich aber manchmal, als Wander- bzw. Fahrradweg zu erkennen geben. Macht nichts!! Wir fahren eine GS und das muss genützt werden!! Vorteil: wir sind mit der Natur fast allein, Nachteil: zum Teil geht es nicht gut voran. Der Maßstab unserer Karten ist 1: 100 000, wir können uns da nicht mit verfahren. Es sind die Freizeitkarten Allianz, es gibt sie von ganz Deutschland. Wir können diese Karten wärmstens empfehlen. Die heutige Tour führt uns dann also von Alzenau, Schöllkrippen durch das Flörsbachtal nach Burgsinn und Gemünden. Von dort folgen wir dem Verlauf der fränkischen Saale, mit ganz interessanten Feldweg und Schottereinlagen!!, umgehen die größeren Orte und kommen hinter Bad Kissingen wieder an der fränkischen Saale aus. Wie gesagt landschaftlich und straßenmäßig eine absolut reizvolle Tour. Besonders jetzt im Oktober, mit seiner schönen Herbstverfärbung, sieht alles noch mal so schön aus. Natürlich haben wir auch vor Augen, dass die Moped Saison jetzt bald zu Ende geht. Intuitiv genießt man alles noch mehr. Wir folgen der Saale also weiterhin, und biegen in Niederlauer Richtung Bischofsheim ab. Wir durchfahren jetzt das Gebiet bayrische Rhön. Der Beginn der Tour führte durch den Spessart. Auf der Hochrhönstraße fahren wir nördlich weiter, um in der Nähe von Fladungen auf dem Aussichtsturm Rother Kuppe, einen schönen Rundumblick über das Naturreservat zu haben. Mittlerweile ist es mit 12Grad nicht mehr wirklich warm. Das erinnert uns an die Jahreszeit, und beschließen schweren Herzen, nun den direkten Weg zum "Ritter zur Schaumburg" (Hotel in Rauhenstein) zu nehmen. Wir nehme also wieder Asphalt unter die Räder und wählen die Route: Sondheim, Bastheim, Wülfershausen, Bad Bischofshofen, Hildburghausen, Rauenstein. Obwohl es auf der Karte gar nicht so aussah, erwies sich diese Stück Weg als super. Gute, kurvige Straßen und eine sehr schöne Landschaft, das Ganze bei Sonnenuntergang. Perfekt!!! Aber heute Abend erleben wir noch was ganz besonderes. Unser Hotel hat nämlich heute Ruhetag, so dass wir hier nicht essen können. Ca 20 Minuten zu Fuß entfernt liegt aber der nächste Ort mit Restaurant. Also! Geduscht, umgezogen, der Hunger macht uns schnell. Wir stiefeln los. Zuerst war es ja nur normal dunkel, doch nach einiger Zeit wuchsen die seitlich stehenden Bäume über der Straße zu einem Dach zusammen. Ich sage Euch, erst jetzt wissen wir was zappenduster heißt!!! Wir haben weder die sprichwörtliche Hand vor den Augen, noch die Straße gesehen. Doch hinter jedem Weg kommt ein Ziel, und wir entern erleichtert das Restaurant. Zurück zum Hotel natürlich noch einmal das gleiche. Wir haben uns vorgenommen, ab sofort gehört eine Taschenlampe mit in unser Gepäck!!!! |
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Nach ?? steilen Stufen sind wir oben angekommen und ich muss sagen, es lohnt sich. Im Norden kann man über Eisenach und weit über das Werratal schauen. Im Süden und im Osten schweift der Blick über den Thüringer Wald. Und im Westen sind die Ausläufer der Rhön zu sehen. Das ganze bei 25 Grad und blauem Himmel, mal wieder perfekt. Zurück nach Rauhenstein wählen wir wieder die ganz kleinen Sträßchen, gefällt uns einfach besser. Der Weg ist dadurch aber mal wieder ziemlich weit, so dass wir nach Sonnenuntergang im Hotel eintreffen. Nur gut das heute kein Nachtspaziergang auf dem Plan steht. Übrigens hier im Thüringer Wald und auch morgen in Rothenburg an der Fulda, hat jede Gaststube unterschiedliche Biersorten verschiedener kleinen Brauereien auf der Karte. Lecker, Lecker!!! |
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Start in
den 3. Tag. Wir packen also zusammen und drehen ab Richtung Rothenburg an der Fulda. Aber vorher besichtigen wir in Schmiedefeld ein Schaubergwerk. Hier in der Gegend ist sehr viel Schiefer, Erz aber auch Gold und Silber abgebaut worden. Wir besichtigen eine Grube, welche sehr lange der Natur überlassen war, so das sich im Berg wunderschöne Grotten mit unglaublichen Farbspielen gebildet haben. Die Besichtigung der Gruben war sehr lehrreich, wir haben vieles über den Abbau, die Verwendung und das Leben in früheren Zeiten erfahren. Lohnenswert!! Für die Tour nach Rothenburg meiden wir die Städte und den touristischen Rummel der Haupstraße und schlängeln uns von Schmiedefeld, Auengrund, Grimmelshausen, Wasserburg Schwarza, Breitenbach, bis Schmalkalden. Eine wunderschöne idyllische Strecke. Auch hier, obwohl es auf der Karte nicht so aussieht, bleibt man nur in Schräglage. Es rollt fantastisch und die Landschaft ist wunderbar. Das einzige was stört ist, das der beste Fahrer der Welt seit gestern schon mal Geräusche hört. Vor Schmalkalden wird uns auch klar, es liegt nicht am einheimischen Bier. Die Warnlichter gehen an, die Lichtmaschine ist im Eimer. Das muss doch nicht sein, ist aber so!! Es hilft nichts, nächste Tankstelle ran und den ADAC anrufen. In der Zeit, die es dauerte, bis sich der Mitarbeiter des ADAC´s bei uns meldete, fand mein Fahrer schon raus, dass der Keilriemen in der Mitte der Länge nach gerissen, bzw. gespalten war. Als guter Fahrer schneidet man sich dann auch schon mal einen Keilriemen zurecht, so dass die Maschine wieder lief. Klasse !!!! Aber warten wir mal lieber, der Mann vom ADAC wollte uns auch einen passenden vorbeibringen. Dieser Riemen hielt, nachdem wir 1,5 Stunden später weiterfahren konnten, exakt 500Meter. Wir haben ihn allerdings nicht bezahlen müssen, da der Mitarbeiter des Autoclubs nicht sicher war, ob er passt. Also den halbierten Keilriemen drauf, gespannt und weitergefahren. Die geplante Tour sind wir aber nicht mehr gefahren, sondern direkt nach Rothenburg. Da wir zeitig ankommen, haben wir ausreichend Gelegenheit für einen schönen Bummel. Rothenburg ist eine wunderschöne, an der Fulda gelegene, mittelalterliche Stadt. Wir lassen es uns hier heute Abend bei leckerem Essen und einigen Schwarzbieren gut gehen. |
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